Bücher vonne Ruhr · Verlag Henselowsky Boschmann · Markus Günther · Gesichter Amerikas
Markus Günther Gesichter Amerikas
Markus Günther Gesichter Amerikas Markus Günther
Gesichter Amerikas
Reportagen aus dem Land der unbegrenzten Widersprüche

240 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 2. Auflage
14,90 €
ISBN 3-922750-63-X

Amerika hat viele Gesichter. Berühmte und berüchtigte, unbekannte und unentdeckte, schöne und hässliche. Der deutsche Journalist Markus Günther hat viele dieser Gesichter aus der Nähe gesehen, im Weißen Haus und im Pentagon, auf den Farmen Iowas und in den Rocky Mountains. In seinen Reportagen zeichnet er ein hautnahes und faszinierendes Bild des heutigen Amerika.

Interview mit Markus Günther
Zum Inhalt

Amerika bleibt im Wortsinne unfassbar. Die geographischen Grenzen definieren nicht das Land, sondern den Schauplatz der Veranstaltung. Eine ethnische Definition gibt es erst recht nicht. Und am allerwenigsten sind es die viel beschworenen gemeinsamen Werte, die Amerika definieren. Es gibt
keine gemeinsamen Werte in Amerika. Es gibt nur Werte im Widerspruch.Was immer über Amerika behauptet wird, dass es konservativ sei oder christlich, multikulturell oder rassistisch, konsumberauscht, größenwahnsinnig, prüde, unbürokratisch, energieverschwenderisch, Fast-Food-besessen oder unsozial - von allem lässt sich auch das Gegenteil behaupten, und für alles finden sich Beispiele und Gegenbeispiele, die jedes Klischee in Frage stellen. Amerika erschließt sich, wenn überhaupt, nur in der Summe der Widersprüche, in der Vielfalt der Menschen und ihrer Geschichten. Wer sich auf Amerika wirklich einlässt, wird aus dem Staunen nicht herauskommen.
Markus Günther (* 15. Dezember 1965 in Bottrop) ist ein deutscher Journalist und Autor.

Markus Günther studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Bochum, Lyon und Montreal. Er war für zahlreiche deutsche und amerikanische Zeitungen tätig, u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Los Angeles Times. Er arbeitete als EU-Korrespondent in Brüssel. Seit 2000 berichtete er als Auslandskorrespondent deutscher Tageszeitungen aus den USA. Von 1. Juli 2009 bis 5. Dezember 2011[1] war Markus Günther Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung.

Für seine Reportagen wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Arthur F. Burns Fellowship, dem Europapreis der Philip-Morris-Stiftung, dem Mitteldeutschen Journalistenpreis, dem Europapreis der Hanns-Seidel-Stiftung und dem Deutsch-Amerikanischen Journalistenpreis des Auswärtigen Amtes. Im Mai 2007 zeichnete das Auswärtige Amt ihn mit dem Arthur F. Burns-Preis aus. Er erhielt den renommierten deutsch-amerikanischen Journalistenpreis für seinen Leitartikel „Kriege ohne Sieger“, der im August 2006 erschienen ist. Er war Mitglied im White House Press Corps. Im Herbst 2007 veröffentlichte er die erste deutschsprachige Obama-Biographie. Seit 2011 gehört Markus Günther zur Jury des Theodor-Wolff-Preises.

Quelle: wikipedia
Inhaltverzeichnis

• Wer aus dem Staunen nicht herauskommt - Unterwegs im Land der unbegrenzten Widersprüche
• Gottes Werk und Teufels Beitrag - Von Missionaren und Millionären: Ein Besuch der Handelsmesse für "christliche Konsumgüter"
• Countdown für eine Hinrichtung - Für Amerikas "Exekution des Jahrhunderts" hat der Henker effiziente Arbeit versprochen
• Sein längster Tag - Fritz Weinschenk floh als Jude aus Deutschland und kehrte als amerikanischer Soldat zurück
• Die Hölle am Mississippi - Elend, Verzweiflung und Tod im überfluteten New Orleans
• Kroc ist einfach gut - Präzisionsarbeit in der Pommesbude: Wie der Big Mac zum Welterfolg wurde
• Mit Marschmusik und Gasmasken - Am Vorabend des Irak-Krieges versinkt Amerika in überschäumendem Patriotismus und hysterischer Angst
• Frustkauf, Lustkauf, Brustkauf - Zum Christmas Shopping nach New York: Der Staat lebt auf Pump, die Bürger tun es auch
• Das Einmaleins des amerikanischen Traums - Die Welt als Wille und Vorstellung: Ein Besuch im Motivationsseminar
• Keine Gnade für Christine Taylor - Die volle Härte des Gesetzes: 20 Jahre Gefängnis für eine Jugendsünde
• Und das Wort ist Hackfleisch geworden - Statt weißer Weihnacht die wahre Weihnacht: Ein Vergnügungspark in Florida zeigt, wie es wirklich war
• Erst kommt der Pfannkuchen, dann die Politik - "Primary Colors": Der Wald- und Wiesenwahlkampf im amerikanischen Hinterland beginnt alle vier Jahre in Iowa
• "It’s like zuhause! - Ein „bayerisches Bergdorf“ in den Rocky Mountains  zeigt Deutschland, wie es niemals war
• Die schöne heile Welt der Lynndie England - Dicke Hamburger, dünner Kaffee und Freiheit, die man zapfen kann
• Der lange Schatten des Ku-Klux-Klan - "Mississippi Burning": Nach 40 Jahren des Schweigens eine späte Spurensuche
• Herz, Schmerz und Hillary - Die frühere amerikanische First Lady deutet  die Vergangenheit und plant die Zukunft
• "Daddy war Feuerwehrmann" - Gigi Nelson verlor im World Trade Center ihren Mann und brachte kurz darauf seinen Sohn zur Welt
• Berufskrankheit: Wackelknie - Elvis lebt: 25 Jahre nach dem Tod des King of Rock ’n’ Roll blüht das Geschäft der Imitatoren
• Erst die Kriegstoten, dann der Wetterbericht - Amerika ein Jahr nach Beginn des Irak-Krieges:
• Der Hurra-Patriotismus ist abgestumpfter Gleichgültigkeit gewichen
• Die Welt zu Gast bei den Mormonen - Am großen Salzsee hat man Angst vor Terroristen, Biertrinkern und anderen gottlosen Gestalten
• "Es wird verdammt knapp, Mr. President" - Mit George W. Bush auf Wahlkampftour in der amerikanischen Provinz
• Der globale Magnet - Gigantisch, ordentlich, multikulturell und voller Einsamkeit: Die Metropole New York
• Am Ostersonntag ist alles vorbei - Passionsspielzeit auf amerikanisch: Auf über 100 Bühnen wird gekreuzigt
• Links und rechts von Broad Street - 35 Jahre nach dem "Blutigen Sonntag" ist erstmals ein Schwarzer Bürgermeister von Selma
• Vergangenheit, die nicht vergeht - Gegen den Schock des 11. September 2001  hilft auch die Überdosis Patriotismus nicht
• "Wer wird Gouverneur?" - "Aaarrnooold!" - In einem Wahlkampf, in dem ein starker Mann gesucht wird, präsentiert Schwarzenegger kein Programm, sondern sich selbst
• Ein Knirps als Terrorist - Die Angst vor Gewalt an Schulen bringt auch "Räuber und Gendarme" vor Gericht
• Ein kleines, verrücktes, geniales Ding - Dean Kamen hat den "Human Transporter" erfunden und glaubt an den Beginn einer Verkehrsrevolution
• Die Schlacht um Ohio - In mindestens 32 Bundesstaaten findet gar kein Wahlkampf statt. Doch dort, wo es drauf ankommt, wird um jede Stimme gekämpft
• Das Imperium kocht Kaffee - Starbucks heißt das flüssige Fast Food des 21. Jahrhunderts
• Farbenfeuer im Februarfrost  - Ein Kunstwerk, das niemals ruht, in der Stadt, die niemals schläft: Christos Farbtücher im Central Park
• In acht Minuten unter die Haube - In Las Vegas gibt es 120 000 Trauungen im Jahr, manchmal mit Elvis, manchmal mit Gott, aber garantiert ohne Kitsch
• Das Niveau sinkt, doch die Spannung steigt - Politik in einer unpolitischen Gesellschaft: Beobachtungen im Präsidentschaftswahlkampf
• Ein Wunderkind spielt auf der Klaviatur der Macht - Condoleezza Rice hat ihre größten politischen Herausforderungen noch vor sich
• Hitler stirbt erst nach der Werbepause - Von den Achsenmächten zur Achse des Bösen: Der Zweite Weltkrieg als Spielart des "Reality-TV"
• Ein prächtiger Ausblick auf  das nahende Unheil  - "Happy Hurricane!" – Mit Resignation, Zynismus und ungläubigem Staunen erleben die Menschen in Florida den vierten Wirbelsturm in sechs Wochen
• Nur manche mögen’s heiß - Das endlose Summen der Klimaanlagen gehört zum amerikanischen Sommer wie die eiskalte Cola und die Atemwegsinfektion
• Ein Weihnachtsmann mit vernarbter Seele - Dale Keyser steht als "Santa Claus" vor dem Rockefeller Center und hat noch einen Wunsch offen
• Kalte Winde, warme Worte - König für einen Tag: George W. Bush beginnt mit Pomp und Pathos seine zweite Amtszeit
• Die Luft ist schlecht, die Stimmung prächtig - Folgen Sie mir unauffällig: In diskreten Hinterzimmern New Yorks tun brave Bürger das Verbotene
• Schüsse ins Herz einer Generation - Am Grab von John F. Kennedy werden Jugenderinnerungen und Mordtheorien ausgetauscht
• Kabale und Triebe - In einem mysteriösen Haus in Washingtons Massachusetts Avenue wohnt ein reicher Mann, der die Weltherrschaft anstrebt
• Sprachlosigkeit beim Anblick des Grauens - Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in Washington und New York
Rezensionen

Markus Günther ist Spurenleser, Sammler und politischer Beobachter. Der für seine Reportagen mehrfach ausgezeichnete Autor erzählt unterhaltsam, wie das politische System tickt. (...) distanziert in der Wertung und nahe an dem, was die Menschen bewegt.
Detlef Hintze, Heilbronner Stimme

Sie ist eigentlich nicht in Worte zu fassen, diese Welt jenseits des Atlantiks. Und doch arbeiten sich unzählige Autoren daran ab. Mit Büchern, die erhellen sollen und doch nur analysieren und beschreiben. Markus Günther versucht erst gar nicht, dieser komplexen Welt einen akkuraten Überbau zu zimmern. Er beläßt es bei Momentaufnahmen und erzielt gerade damit die größte Wirkung.
Hilmar Pfister, Stuttgarter Nachrichten

Günthers Reportagen erzählen von skurrilen, lustigen und traurigen Phänomenen, behandeln soziale Themen ebenso wie politische. (...) Seine Reportagen aus Amerika sind Werke eines offenen Beobachters: Da ist Staunen ebenso möglich wie Abgestoßen-Sein oder Mitfühlen.
Heinz Niederleitner, Oberösterreichische Nachrichten

Immer wieder hat Markus Günther diese kleinen Geschichten aus einem großen Land erzählt, die stets mehr berichten als so mancher analytische Hintergrund. Auf verblüffende Weise zeichnet er so Miniaturen und Panoramen in einem. In seinem Buch hält Günther ein immer wieder spannend zu lesendes Plädoyer dafür, es sich mit dem Bild über die USA nicht zu leicht zu machen. Was immer Bush und Co. auch tun oder lassen mögen.
Ralf Schuler, Märkische Allgemeine

Günthers Reportagen sind tempostark, anschaulich, lebendig und pointiert. Eigentlich für die Zeitung und damit für den Tag geschrieben, reichen seine Texte über das 24-Stunden-Maß hinaus und ermöglichen in der Gesamtschau, ein "Land der unbegrenzten Widersprüche" näher kennenzulernen.
Ullrich Erzigkeit, Ostthüringer Zeitung

Ganz Amerika besteht aus Geschichten. Geschichten über die Schnell-Hochzeiten in Las Vegas, Geschichten über das Wunderkind Condoleezza Rice, über die Witwe des Feuerwehrmanns, die kurz nach dem 11. September 2001 sein Kind bekommt, über den Ku-Klux-Klan in Mississippi oder die kleine Welt der Folter-Soldatin Lynndie England ... Immer wieder hat Markus Günther (40) als Korrespondent für die MAZ diese kleinen Geschichten aus einem großen Land erzählt, die stets mehr berichten als so mancher analytische Hintergrund. Auf verblüffende Weise zeichnet er so Miniaturen und Panoramen in einem. In seinem Buch "Gesichter Amerikas - Reportagen aus dem Land der unbegrenzten Widersprüche" hält Günther ein immer wieder spannend zu lesendes Plädoyer dafür, es sich mit dem Bild über die USA nicht zu leicht zu machen. Was immer Bush und Co. auch tun oder lassen mögen.
Märkische Allgemeine