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Harald Wilde
Co-Autor des Buches Im Schatten des Monte Schlacko |
| Wann wurdest du geboren? |
27.10.1962 |
| Und wo? |
In Gelsenkirchen. |
| Wo arbeitest du und was tust du? |
Ich arbeite bei Sykes Enterprises GmbH in Bochum, einem amerikanisches Unternehmen, das sich auf den technischen Support für große Elektronikfirmen spezialisiert hat. Ich bin dort für technische Fragen unserer Service-Partner, Techniker und unseres Trainings zuständig. Speziell für ein großes koreanisches Unternehmen.
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| Woher kennst du deinen Co-Autoren Hanjo Schumacher? |
Hanjo kenne ich von diversen Fototerminen in Wattenscheid, die er beruflich als Fotograf wahrnehmen musste. Zahlreiche Lesungen und musikalische Darbietungen hat er fotografisch für die ortsansässige Presse festgehalten. Die ersten Kontakte enstanden auch bei der Zusammenarbeit an einem Wattenscheider Kalenderprojekt mit dem Namen ‚Kalenderboys’, bei dem Hanjo für die Fotos und ich für die Gestaltung gesorgt habe - aber mittlerweile auch von langen Abenden in Recklinghausen, bei gutem Essen und langen Gesprächen.
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Was beabsichtigt ihr mit eurem Buch?
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Das Ruhrgebiet ist unsere Heimat. Viele wollen nicht wahrhaben, dass sich im Grunde nicht viel verändert hat. Klar wurden Zechen geschlossen und man kann auch wieder Wäsche zum Trocknen nach draußen hängen, aber die Menschen und die typische Ruhrgebiets-Mentalität, die Landschaft, die Freuden und Leiden sind gleich geblieben. Unser Buch zeigt das Ruhrgebiet der letzten fünf Jahre. Also so, wie es zur Zeit ist. So wie wir es kennen und gern haben. Das wollten wir auch anderen Lesern nahe bringen.
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Woran erkennt man einen typischen Ruhrgebietler?
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Man erkennt ihn im Ruhrgebiet daran, dass er unauffällig in der Menge verschwindet, man findet ihn bei Besuchen in unseren Pommes-Buden, in denen er meistens Pommes-Currywurst mit Majonaise bestellt, aber auch mal ein Döner probiert.
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Welche Eigenschaften schätzt du an ihm besonders?
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Ruhrgebietler sind fleißige, hilfsbereite und offene Menschen. Ihr Tatendrang kann praktisch durch nichts gebremst werden. Vor allem, wenn es nach der Tat eine Belohnung in Form eines Bierkens gibt.
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Was liest du gerne an Ruhrgebietsliteratur?
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Ich finde das Buch ‚Märchen aus dem Ruhrgebiet’ toll. Lese aber auch gerne Krimis, die an Schauplätzen spielen, die jeder im Ruhrgebiet kennt. Wunderbar geschrieben ist der Roman ‚Komm wir schießen Kusselkopp’ von Thomas Althoff. |
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Welche Stadt im Ruhrgebiet ist für dich die Schönste?
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Was für eine Frage! Das Ruhrgebiet ist ein fast zusammenhängendes Stadtgebiet, und die Grenzen sind verschwommen und kaum noch wahrnehmbar. Ist es die Ruhr in Essen oder Bochum, sind es die Einkaufsmeilen in Oberhausen oder Essen. Sind es die Städte Castrop Rauxel, Bottrop oder Gelsenkirchen, in denen die Klischees über das Ruhrgebiet noch Wirklichkeit sind. Jede Stadt hat etwas Besonderes und ihren eigenen Reiz. Jede hat etwas sehr schön Häßliches, aber auch etwas Schönes, was niemand, der in dieser Stadt wohnt, missen möchte. |
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Wohin gehst/fährst du an einem sonnigen Ruhrgebiets-Sommertag?
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Besonders schön ist so ein Tag am Rhein-Herne-Kanal oder an der Ruhr. Wasser, Idylle, Sonnenschein und jede Menge Ruhrgebietler, mit denen man ein Schwätzchen halten kann. |
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Welchen Ruhrgebietler findest du richtig toffte?
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Das ist, ohne Frage, Dietrich Grönemeyer. |
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Und welche Ruhrgebietlerin?
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Das ist meine Oma, Rosa Fritz (93 Jahre alt). Sie kennt alle Ruhrgebietsrezepte und könnte ein Stielmus-Restaurant mit großem Erfolg eröffnen. Sie sagt noch ‚hattse gesacht, sacht se’ und ‚hammse mich so inne Tüte getan’. |
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Wohin sollten Touristen gehen, wenn sie mal ‚echt Ruhrgebiet’ erleben wollen?
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Wunderbar ist der Wochenmarkt in Gelsenkirchen (samstags) und Recklinghausen Hochlarmark (donnerstags). Ein Spaziergang am Rhein-Herne-Kanal in Wanne-Eickel an einem Sommertag ist ein Muss. Ohne Gleichen: das Forsthaus in Recklinghausen-Hochlarmark. Dort gibt es noch Käsebrote und eine Schinkenplatte, die mit Salzstangen dekoriert werden. Auch die Ruhrinsel Ruhrhausen sollte immer auf dem Reiseplan stehen. |
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Wo möchtest du gerne leben, wenn nicht im schönen Ruhrgebiet?
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Dann nur am Meer, z.B. in der Bretagne (Frankreich). |
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Wenn du die Möglichkeit hättest, drei Dinge im Ruhrgebiet sofort zu verändern/verbessern - welche wären das?
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- Wattenscheid muss wieder eine selbstständige Stadt werden.
- Taubenzucht und/oder der Taubenwettflug sollten als olympische Disziplin aufgenommen werden.
- Zukünftige, größere städteplanerische Maßnahmen müssen unbedingt durch einen Volksentscheid genehmigt werden.
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