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Verlag Henselowsky Boschmann
Interview mit Heinz Georg Schmenk |
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Heinz Georg Schmenk
Autor des Buches Ein Dussel ist immer dabei
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| Wann und wo wurden Sie geboren? |
Am 14.12.1935 in Oberhausen-Sterkrade |
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Wo haben Sie in Ihrem Leben schon überall gewohnt?
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Kürzer oder länger an schätzungsweise dreißig bis vierzig Orten im Ausland während meiner beruflichen Eineinsätze: z.B. in Indien, Marokko, Kuwait, Mexiko und Schweden.
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Nennen Sie drei Gründe, warum man Ihr Buch lesen sollte!
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1. Schilderung einer Ruhrgebiets-Kindheit, die nichtalltäglich und heutzutage so nicht mehr erlebbar ist.
2. Aufeinandertreffen von skurrilen, lustigen, traurigen und fast normalen Personen in Männes Mikrokosmos.
3. Um einfach mal wieder zu lachen.
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Warum heißt Ihr Roman „Ein Dussel ist immer dabei“?
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Die Anzahl der Belächelten und der zu Belächelnden ist beträchtlich; außerdem wird die Hauptperson des Romans passend bei einem Ereignis mit dem Ausspruch: „Ein Dussel ist immer dabei“ bedacht.
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Sind Sie der Junge vorne auf dem Buchcover?
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Die Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen! |
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Wie würden Sie die Hauptfigur Ihres Buches, den Männe, jemandem beschreiben, der ihn noch nicht kennt?
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Ein nicht eingeplanter Nachzügler, der die einengenden Regeln einer bürgerlichen Umgebung auf witzige und phantasievolle Art umgeht und auf seine ganz eigenen Art auszulegen weiß. |
| Ist das, was die Hauptfigur Ihres Buches erlebt, durchgängig autobiografisch? |
Zu einem sehr erheblichen Teil. |
| Welche Figur aus Ihrem Roman ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen? |
M a r i a ! |
| Welche Szene ist Ihnen besonders lieb? |
Es sind eigentlich zwei Kapitel: „Der Gang durch Canossa“ und „Nicht jeder Kunde ist ein König“. |
| Ihre Geschichte spielt in Sterkrade. Was ist so besonders an diesem Stadtteil von Oberhausen? Ist er typisch Ruhrgebiet? |
Und ob! Sterkrade mit der angrenzenden St. Antony-Hütte ist die Wiege der Ruhrindustrie. Der Stadtteil Sterkrade, vor Jahrzehnten von Oberhausen eingemeindet, war und ist immer noch ein Mikrokosmos, für den Oberhausen nach wie vor so etwas wie der ferne Süden ist auch wenn man sich inzwischen „lieb gewonnen“ hat. |
| Was macht für Sie einen typischen Ruhrgebietler aus? |
Skatspieler, Eckkneipen-Anhänger, Taubenzüchter, Fußball-Verehrer und mehr oder weniger Anwender des Ruhrgebiets-Idioms. |
| Sind Sie einer? |
Aber sicher doch wer schon kann gegen uns bestehen! |
| Welchen Ruhrgebietler finden Sie richtig toffte? |
Den alteingesessenen mit den Interessen und Macken, der in seinem Kleingarten über dem Zaun hängt, Bier trinkt, über die Politiker schimpft und den Nachbarn beharrlich von seinen Ansichten zu überzeugen sucht. Und natürlich: Jürgen von Manger wegen seiner Ruhrgebiets-Interpretationen. |
| Und welche Ruhrgebietlerin? |
Elke Heidenreich |
| Was lesen Sie gerne an Ruhrgebietsliteratur? |
Besonders gefallen mir „Ich schäbiges Frikadellchen“ und „Bleibense Mensch!“. |
| Welche Stadt im Ruhrgebiet ist für Sie die Schönste? |
Schwer zu sagen, jede Stadt hat ihren Charme. |
| Wohin sollten Touristen gehen, wenn sie mal „echt Ruhrgebiet“ erleben wollen? |
In die Siedlung Eisenheim, zu Europas größten Binnenhafen in Duisburg mit der neu aufgebauten Restaurant- und Kneipenszene, zur Villa Hügel, dem Weltkulturerbe Zollverein und wer das heutige Ruhrgebiet sehen möchte: zum Oberhausener Centro mit dem Gasometer. |
| Wo möchten Sie gerne leben, wenn nicht im schönen Ruhrgebiet? |
Kann ich nicht so unbedingt sagen, da ich zu viele schöne Orte gesehen habe. Generell aber eher im Norden als im Süden. |
| Wenn Sie die Möglichkeit hätten, drei Dinge im Ruhrgebiet sofort zu verändern/verbessern welche wären das? |
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