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Doktor Stratmann
Heute komm ich ma mit mein Ball
Jupp seine WM
Mit Illustrationen von Christina Groth-Lindenberg
64 Seiten, gebunden, vierfarbig
9,90 €
ISBN 3-922750-69-9
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Doktor Stratmann erlaubt sich nun, natürlich zum Leidwesen ernst zu nehmender Literaturkritiker, aber zur Freude seiner Fans, mit genialen Gedanken über den Ball und die WM in Deutschland als sein Alter Ego "Jupp" auch noch in die Geschichte der Weltliteratur einzugehen. Die WAZ, größte Regionalzeitung Deutschlands, erkannte als einzige die großen Tiefen bzw. die literarischen Abgründe in seinen Geschichten und druckte bereits einige dieser sportlichen Gedanken als Glossen zur WM-Begleitung. |
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Pressestimmen zu diesem Werk:
Wer hat dem Stratmann denn eigentlich erlaubt, sich sogar zum Fußball zu äußern? Weist ihn doch endlich aus - nach Essen, Gelsenkirchen oder sogar Wanne-Eickel! (Bottroper Handelsblatt)
Der Doktor konnte früher bei uns ein- und ausgehen - was waren wir gutgläubig! Wir dachten, ein Arzt macht so etwas nicht. (Seniorenexplorer Pflegeheim Schützenstraße)
Die Bilder, herrlich! Warum die Texte? (Fuhlenbrocker Reiterblatt)
Da tun sich ja sogar unsere besten Tauben erbrechen, wenn die dat lesen, furchbar ... und nachem letzten Konkurs aussem Emsland kehrten nur zwei Prozent zurück. Zu Unrecht. (Batenbrocker Taubenkurier)
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Ludger Stratmann, geboren am 23.7.1948 in Verl, ein lebenslang ra(s)tlos umtriebiger Ostwestfale, brachte es trotz beispiellos deprimierender Schulkarriere über zweite, dritte und vierte Bildungswege zum promovierten Allgemeinmediziner in Bottrop und ließ hierdurch seine menschliche Umgebung hoffen, damit endlich einen Ruhepunkt in Saturation, wenn nicht gar Höhepunkt seiner beruflichen und privaten Vita, mit komplikationsloser Entbindung von zwei gut gelungenen Kindern durch seine Ehefrau Gitti, erklommen zu haben - worin man sich täuschte. Nach fast 20-jähriger aktiver Sorge um die Volksgesundheit der Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund in Krankenhäusern und seiner eigenen Praxis in Bottrop-Batenbrock-Süd tauschte er den weißen Kittel gegen die Bretter der Welt mit einem eigenen, seit nunmehr zehn Jahren bestehenden Stratmanns-Theater in Essen auf dem Kennedyplatz. Zur naturgemäßen Verwunderung seiner Skeptiker gelangte er durch vier medizinisch-satirische abendfüllende Soloprogramme mit über einer Million Livezuschauern und durch zahllose Fernsehauftritte, wie zum Beispiel "Stratmanns" im WDR, zu großer künstlerischer Ignoranz und Popularität
Interview mit Doktor Stratmann
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Christina Groth-Lindenberg wurde vor kurzem in Flensburg geboren, hat gelebt und geliebt in Hamburg, Buenos Aires, Nairobi und Oberbayern und bedient sich zur Veröffentlichung ihrer Begabung nicht, wie zu heutiger Zeit zu erwarten, ihrer Jugend und Schönheit, nein, sie tauscht einfach in ihrem stillen Kämmerlein die graden, geplanten, auf ein tausendstel Millimeter messbaren schweren Tangenten einer studierten Architektin gegen die begabten, witzigen, leichten Federstriche einer Illustratorin, umgeben von zwei gelungenen, spielenden und ebenfalls kreativen Kindern und einem ebenso gelungenen, spie..., äh, hart arbeitenden Ehemann.
Interview mit Christina Groth-Lindenberg
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Hulligänse
Hömma, Leute, ich bin da heute Morgen am Sinnieren, nu, wo et richtig losgegangen is mit den Fußballzauber, kein Mensch redet mehr übere Hulligänse. Hat da die Vogelgrippe doch zugeschlagen?
Hulligänse, dat sind die Leute, die Fußball brauchen, um sich abzureagieren, weil sie vernachlässigte Menschen sind und in Arbeitslosigkeit getrieben, mit schlechte Kindheit, wohnungslos, drogen- und alkoholkrank, sozial frustriert, um die sich keiner gekümmert hat, Mutter auffen Strich, Vatter Säufer, die, die seit WM in Frankreich Pause hatten. Wieder hat se keiner gebraucht, bissken hier 2. Liga aufgemischt, bissken da, nix Richtiges. Also: WM heißt aufrüsten. Die Stiefel aussen Keller, Friseur, Lederhose weichkloppen, den Schlachring polieren, und dann nix wie rein im Getümmel, wo ma wieder bissken kick und fun aufkommt, wo man sich noch um ein kümmert. Und zwar richtig intensiv, von drei verschieden ausgerichtete pädogistisch-strategische Ideen:
1. Gar nich reinlassen im Land, und wenn doch: Trubel-Gegenhalten mitti Polizei, die gezz so dick angezogen wird, dat ein Molotowcocktail und Handgranate gleichzeitig neben sie hochgehen könnte, ohne dat die Jungs wat passiert. Panzerpolizei! Dat is natürlich Provokation für gefüllte Hulligänse, Nüsse wollen geknackt werden.
Ganz neue Idee is tsychatrisch: 2. Die Hulligänse werden mit lustige Spielchen, die sie ja ausse Kindheit gar nich kennen, abgelenkt. Halma, Lego, Torwandschießen, Sackhüppen, geleitet von eine deutsche Sozialspezialpolizisteneinheit, so zart, dat die kampfbereiten Gänse gar nich merken, dat die Kette arbeitslos am Gürtel hängt. Ich stell mich vor: 5000 militante autotone mit ihre V-Leute auffe Wiese im Park, Pilsken und Fluppe inne linke und gutes Holzspielzeug inne rechte Hand.
Die 3. Idee is die beste, is auch von die wirklich Schlauen: Proffülaktisch bei die Erziehung, inne Familie, inne Schule, am Arbeitsplatz, auffe Straße, im Bildungssystem, also quasi: irgendswat ändern. Poh, wenn wir die Schlauberger nich hätten.
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